Mittwoch, 20. April 2011
MSO auf heiliger Mission (Teil 2)
WOW. Das dürfte der späteste TC Rückblick ever sein. Das gibt einem auch ganz andere Perspektiven. Es betrug sich aber zu einer Zeit...

Die Vorfreude hielt sich kaum in Grenzen. Ich hatte zwar noch eine inzwischen gut abgeklungene Erkrankung in den Knochen, als ich den Ommi auf die A40 Richtung Essen steuerte, aber die Schmetterlinge im Bauch hatten damit nichts zu tun. Wie sieht der fertige Stand aus? Wie sind die Leute? Wie reagieren die Besucher? Auf dem Stand angekommen war ich erstmal platt. Ich musste zunächst eine Pause einlegen, damit ich das alles raffen konnte. KLE hatte absichtlich noch keine Bilder ins Netz gesetzt. Darum wusste ich bis zur Destination gar nicht, wie das alles wirkte. Monsterbacke parkte seinen Hotwheelsbus auf dem Stand. KLE seinen VW Passat Pirat, Wrecks for ever seinen zombietastischen Polo und Caddy Rat seinen zum Panelwagon umgebauten VW Caddy.



Doch wie waren die Leute? Durchweg super. Es gab keinen Stress über all die Tage. Und das, obwohl ich durch meine Schusseligkeit mehrfach die Kinostühle sabotierte oder anderes Unheil verursachte. Der Stand entwickelte sich zum Anziehungspunkt für andere Aussteller, die sich gerne bei uns auf einen Schnack, ein Käffchen oder Bierchen niederließen. Viele Besucher, Presseleute und Forenuser ließen sich blicken und blieben auch länger als nur 5 Minuten. Man knüpfte Kontakte, laberte Quatsch und hatte Spaß. Ich hätte ehrlich nicht gedacht das man so schnell da rein kommt. Man hört immer von verschworenen Klübchen die keine Außenseiter zulassen. Aber es war ganz anders. Zum Glück!

Und dann die Besucher: Man ist auf die Messe gefahren mit der Vorstellung, dass man vermutlich provoziert und polarisiert. Das haben wir mit Sicherheit. Aber trotzdem waren wir auch Sympathieträger. Besonders Frauen und Kinder, aber auch männliche Autoverrückte bewunderten unseren skurrilen Messestand. Und bei vielen huschte auch mehr als ein Lächeln über die Lippen. Natürlich gab es die Nietenzähler, welche bei KLEs Pirat genug zu tun hatten (schätzungsweise 2000 echte Nieten sind darin verballert) und auch die eine oder andere dumme Frage wurde gestellt. Damit hat man aber gerechnet.

Ein Highlight war die Live-Fusselaktion von Wrecks for ever am Samstag. Einfach mal stumpf die eben noch am Grabbeltisch erstandenen Spiegel an die Karre knallen.



Ebenfalls am Samstag war ich in der Jury der Clubstandsbewertung. Der erste Platz erhielt 2250 Neumark. Leider waren wir das nicht. Hat sich trotzdem gelohnt. Bei dem Rundgang hatte ich ausführlich Gelegenheit, mit anderen Clubs zu Quasseln und konnte gratis auf die ansonsten sündhaft teure Messegastronomie zurückgreifen.

Ich könnte hier noch 100 Anekdoten auftischen. Aber ganz ehrlich? Dafür reicht der Platz nicht aus. Ergänzend kann ich euch diesen Messebericht vom KLE ans Herz legen. Da wird sich einiges doppeln, es lohnt sich aber trotzdem.

Vielen Dank an alle, die teilgenommen haben. Es war super mit euch!

Hier die Links zum KLE:

Seine Highlights

Sein Messebericht

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Mittwoch, 6. April 2011
Rückblick auf die TC - Teil 1: Vorarbeiten
Im Fusselforum habe ich eine schöne Kommune gefunden. Lauter Leute, welche die Welt der Autos mit ähnlichen Augen sehen wie ich. Keine Markennazis, Originalfetischisten und Nietenzähler. Eine Truppe von kreativen, verrückten und teilweise respektlosen Autoanarchisten. Umso begeisterter war ich, als letztes Jahr die Idee aufkam, einen Messestand für die Techno Classica in Essen zu machen. Eine der größten Oldtimermessen der Welt. Dort ist alles, was teuer, edel und angesagt ist. Was würde also besser passen als ein Stand zum Thema Lowbudget-Tuning und Restaurieren von Oldtimern? Ohne Respekt vor dem Original. Dafür mit Zwiebelleder Geldbörse.

Richtig. Ein Fusselforum-Stand. Ich muss kurz ausholen:

KLE und Monsterbacke, die Begründer des Fusseltunings (DFT), hatten schon Pionierarbeit geleistet. Sie hielten es seit 2004 im Keller der Messe aus. Mit dem DFT-Stand. Dieses Jahr ergab sich dank der beiden und ihren Connections zu einigen VW-Clubs aber die Möglichkeit aufzusteigen - in eine weitaus attraktivere Halle. Die einzige Einschränkung: Wir hatten nun offiziell einen VW-Stand und konnten demzufolge nur VW ausstellen. Scheiß drauf! Im Nachhinein zeigte sich, dass die anderen VW-Stände größtenteils ebenfalls von positiv Bekloppten bevölkert wurden. Dazu aber später mehr.

Nun hatten wir offiziell einen Fusseltuning/Fusselforum-Gemeinschaftsstand. Jetzt galt es diesen zu füllen. Jeder durfte seinen VW zur Wahl stellen. Demokratisch stimmten wir ab, wer es denn nun sein sollte. Das Thema erarbeiteten wir gemeinsam. Wir wollten selbstverständlich das Forum präsentieren. Diashow? Steckbriefe? Neee. Eine Monitorwand, auf der eine Präsentation der Userfahrzeuge lief, machte das Rennen. So konnten wir zeigen, dass wir kein VW-Forum sind, sondern Markenoffen.

Hier der Teaser:


Die Organisation der Präsentation nahm ich in die Hand, während verschiedene User, wie Caddy Rat den Kabelsalat-Twintower bauten. Jambo schnorrte Monitore zusammen, KLE schoss ein paar für nen Euro in der Bucht. Fusseltuning halt. Wrecks for ever besorgte Teppiche für umsonst und auch andere User halfen. Manche beim Aufbau durch Menpower oder durch Besorgungen von Kleinvieh. Monsterbacke, seines Zeichens Sattler, stellte eine geniale Komposition aus ehemaligen und nun gepimpten Kinosesseln. So kehrte auch Gemütlichkeit bei uns ein. Aus einem alten Überseekoffer und Nockenwellen entstand ein Terminal, mit dem die Besucher auf das Forum zurückgreifen konnten. Insgesamt ist die Logistik zu umfangreich, um alle Arbeiten hier in diesem Text würdigen zu können.

Nun war es letzte Woche soweit. Montag begann der Aufbau. Ab Donnerstag war ich als Messestandbetreuer dabei. Und von den Erlebnissen werde ich im nächsten Teil berichten.

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Mittwoch, 22. September 2010
Arnsberg. Die Stadt die Verrückte macht.
Ich bin ja letzte Woche mit einem Heldenhaften Sprung vor einem Krankenwagen ausgewichen. Dabei verletzte ich mich. Soweit wisst ihr das ja schon. Am nächsten Tag ging ich ins Krankenhaus, weil mein Fuß immer schlimmer schmerzte und ich nicht mal mehr schlafen konnte. Wie naiv ich doch war.

Station 1: Das MSO geht ins Neheimer Krankenhaus. Weil es ja so naheliegend ist. Ich humpele also unter scherzen einmal durch die halbe Stadt (Neheim ist ja nicht besonders groß. Also wars nicht son Problem.) In der Lobby des ultramodernen und sehr schicken Gebäudes (typisch Neheimer Geldadel) sagt mit die freundliche Rezeptionistin, dass es keine Notaufnahme für chirurgische Fälle in Neheim gäbe. „Nehmen sie sich ein Taxi und fahren sie nach Hüsten.“ Toller Tipp. Bin ich ein Anwalt auf Rente, dass ich mir so was leisten kann? Ich muss ja auch wieder zurück. Also wäre alleine die Fahrerei 40 Euro. Und ich hab nur 20 auf der Tasche.

Station 2: Ich bin wieder nach hause gehumpelt. Erstmal die Arbeit zum zweiten mal am heutigen Tage anrufen. „Ich kann nicht sagen wie lange ich ausfalle, weil mich hier in Neheim keiner behandeln will! Ich muss irgendwie nach Hüsten kommen. Ich ruf an wenn ich mehr weiß.“ Mangels Kohle bleibt mir nichts andere übrig als den OMMI zu bemühen. Ich wollte ja gar nicht selber fahren. Schon alleine weil der Kuppelfuß so Arsch weh tut.

Station 3: Mit Tränen in den Augen komme ich am Hüstener Krankenhaus an. Wo bitte ist der Eingang? Achso. Vom Parkplatz aus 500 Meter südöstlich. Humpel, humpel. „Hallo. Wo ist die Notaufnahme?“ (Inzwischen komme ich mir bei der Frage echt dämlich vor. Denn bei all dem Gerenne hätte ich auch zur Arbeit gekonnt. Hätte genauso weh getan.) Die freundliche Antwort des Pförtners: „500 Meter südwestlich. Am anderen Ende des Gebäudes. Sie erkennen das daran, dass man durch die Fenster den Parkplatz sieht.“

500 Meter später. Eine weitere Rezeption. Ich schildere meine körperlichen Beschwerden wegen denen ich da bin. „Tut mir leid. Chirurgische Fälle können wir nicht behandeln. Wir können sie untersuchen aber zur Weiterbehandlung müssen sie zu einem Arzt für chirurgische Medizin. Der hat auf dem Gelände eine Praxis. Dann müssen sie hier und dort jeweils 10 Euro bezahlen. Wollen sie das?“ Mir platzt die Hutschnur und ich raunze die Tante hinterm Tresen an: „Ich will gar nichts bezahlen. Ich bin verletzt. Ich will behandelt werden und nicht wie Karl Arsch von A nach Z geschickt werden.“ „Beruhigen sie sich. Wenn sie darauf bestehen sehen wir uns das an. Es dauert allerdings etwas.“

Nach einer knapp zweistündigen Wartezeit höre ich meinen Namen. Ein netter Arzt arabischer Abstammung untersucht mich. Macht Notizen und schickt mich erneut in den Warteraum. 30 Minuten später geht’s zum Röntgen. Erst der linke Fuß. Was auch richtig ist. Doch dann will die die zuständige Pflegerin mein linkes Knie durchleuchten. Ich weise sie darauf hin das es das rechte ist. Sie besteht darauf das in der Akte das Linke eingetragen ist. Der Arzt von vorhin wird gerufen. Und der bestätigt seinen Fehler. Komisch. Ich werde ja wohl wissen was mir weh tut. Warum glaubt die mir nicht? Abgesehen davon ist nicht das linke sondern das rechte Knie aufgeschlagen. Was solls...

Zum Schluss gibt es sogar fast so was wie ein Happyend. Der Arzt ist wieder da. Entschuldigt sich für seinen Irrtum und lässt mir von nem Pfleger die betroffenen Stellen bandagieren. Ich habe keine Brüche sondern nur Prellungen (was ich mir aber schon dachte, sonst hätte ich nicht so munter durchs halbe Sauerland tollen können) und die Schmerzmittel lassen mich meine Wunden vergessen. Und ich muss auch nicht zur Weiterbehandlung zum nächsten Arzt. Leider können mir die im Krankenhaus keinen gelben Schein ausstellen. Dafür muss ich am nächsten Tag nochmal zum Hausarzt. Und 10 Euro bezahlen. Arnsberg. Die Stadt die Verrückte macht.

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Mittwoch, 15. September 2010
WIE ICH MICH SELBST AUßER GEFECHT SETZTE
Sköldpadda und ich waren im Supermarkt. Im Ausgangsbereich lag eine Dame auf der Erde und wurde von zwei Kindern gestützt während ein Supermarktmitarbeiter sie beruhigte und Flüssigkeit einflößte. Ich dachte mir in dem Moment noch wie scheiße Leute sind die sich über so was lustig machen. Gibt es ja oft wenn sich jemand hinlegt. Dann kommt die Schadenfreude. Ich schob den Einkaufswagen vorsichtig an der Szene vorbei und ging raus.

Nachdem das Auto beladen war brachte ich den Einkaufswagen zurück. Wagen in den Schuppen schieben. „ Eurostück raus genommen und dann zurück zum Auto. Ähhm. Doch nicht. In dem Moment kam der Krankenwagen. Mit Vollgas fuhr er in meine Richtung. Also bin ich ausgewichen. Besser: Zur Seite gesprungen. Genau als der blinkende, blitzende Mercedes Sprinter neben mir war, trat ich mit dem linken Fuß direkt auf die Kante eines Abgesackten Teils des Pflasters. Ich knickte mir den Fuß um, und zwar so derbe, dass ich voll auf die Fresse flog und auf dem rechten Knie landete. Sofort eilten zwei Passanten herbei und Halfen mir auf die Beine. Natürlich fragten sie ob alles in Ordnung wäre. Ich bejahte dies, obwohl ich merkte, dass dem nicht so war. Naja, man wollte sich ja nicht anstellen. Da sprangen auch schon die Sanitäter aus dem Krankenwagen und fragten ob sie wegen mir gekommen wären. Und grinsten dabei. Auch dies beneinte ich. Ich wollte nur aus dieser peinlichen Situation raus. Da sagte ich mir noch das das alles nicht so wild wäre.

Ich fuhr mit meiner Karre sogar noch nach hause, obwohl Sköldpadda meinte das es besser wäre wenn sie fährt. Naja. Heute Morgen wache ich auf. Mein Knie tut arsch weh. Und mein linker Knöchel schmerzt und knackt bei jedem Schritt.

Ab in die Notaufnahme. Ich verstehe das auch gar nicht so recht. Denn ich hatte gar kein großartiges Glück in letzter Zeit. Warum bekomme ich von meinem Karma so derbe eins in die Fresse? Das müsste bedeutet, dass ich mich jetzt auf was großes tolles Freuen darf...

Aber erstmal in die Klinik.

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Dienstag, 10. August 2010
MSO ein EMO?
Die meisten Dinge weiß man erst zu schätzen wenn sie nicht mehr da sind. Oder gerade auftauchten. Son I-Pad wissen die User bestimmt zu schätzen, weil sie (noch) stolz drauf sind. Dann ist es irgendwann Gewohnheit und damit selbstverständlich. Und wenn es dann mal kaputt geht, merken sie wie sehr sie sich von dem Dingern abhängig gemacht haben.

Das ist in besonderem Maße mit Handys so. Wenn ich jemandem sage, dass ich kein Handy besitze ernte ich zunächst ungläubige Blicke. Und dann immer die selbe Frage: WARUM?

Ich gebe zu, ich schocke damit auch gerne. Aber ich gebe auch zu, das Handys nicht die nutzloseste Erfindung der Menschheit waren. Wenn man es so nutzt wie es ursprünglich evtl. gedacht war, für Notfälle wenn man unterwegs ist, dann kann man das Teil auch ertragen und selbst ich bin zuweilen froh wenn eines in der Nähe ist. Da aber jeder son Ding hat benötige ich auch keins und spare Geld.

Ich Frage mich warum ich schon wieder auf Elektronikartikel rumhacke. Der Beweggrund für diesen Blog war ein anderer. Es ging um das Schätzen und Vermissen.

Sköldpadda ist am Sonntag wieder gefahren nachdem wir das Wochenende zusammen verbrachten. Ich habe mich seit dem sehr gut beschäftigen können. Darum war das Vermissen nicht ganz so wild. Aber ein Gefühl, dass etwas fehlte war wie immer latent vorhanden. Und dieses Gefühl wird immer dann akut wenn man an die Person oder seiner Situation erinnert wird.

So stehe ich gerade unter der Dusche und schaue auf meine Zehen als sich an meinem großen Zeh ein 20 Zentimeter langes, pinkes Haar verfängt. Für die meisten sicher eklig. Aber mich durchfuhr bei dem Anblick dieses pinken Haares eine heftige Woge des Vermissen und der Einsamkeit. Was in solchen Momenten hilft, ist meist eine Umarmung. Ein Kuss. Ein „durch die Haare wuscheln“. Dazu bräuchte man aber den Menschen den man vermisst. Ziemlich blöd. Und selbst wenn Sköldpadda da gewesen wäre um seinem höchst emotionalen MSO beizustehen, bezweifle ich stark, dass sie es, Nass und Nackt wie es unter der Dusche stand, umarmt hätte.

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Montag, 12. Juli 2010
"So ignorant kann man garnicht sein!"
Ich hab Sköldpadda ja in den letzten Wochen ja nicht so recht glauben können. Sie behauptete das in Meppen und Geeste kaum was von der WM zu spüren sei. Auch während und nach den Spielen. Es wird geguckt. Es gibt gemeinsames Schauen auf großen Plätzen. Und es gibt Leute in Fankluften. Aber von Autokorsos und mehrstündigen WM-Terror nach jedem einzelnen Spiel, egal ob Deutschland gespielt hat oder nicht, davon wusste sie nichts.

So ignorant kann doch kein Mensch sein. Habe ich zumindest bis Samstag gedacht. Aber da bemerkte ich es selbst. Deutschland hat gewonnen und trotzdem konnte man nichts großartig merken. OK. Nach dem Spiel sind auch in Meppen einige Leute hupend herumgefahren, aber insgesamt war das eher die Ausnahme. Abends in der Stadt gab es ne dicke Party. Aber genauso wie sonst auch an jedem Samstagabend.

Was macht den Unterschied? Warum gehen die Leute in Neheim so ab und machen nach jedem Spiel einen Riesen Terror und warum ist es den Meppenern zwar wichtig das Spiel zu sehen – auch gemeinsam - aber danach isses dann auch gut! NRW ist da wohl anders. Da werden schon KITA-Sprösslinge auf „Königsblau ein Leben lang“ oder „Schwarz Gelb ist das einzig wahre“ getrimmt. Und in Meppen? "Ja, Fußballspielen macht Spaß." Oder „Ich guck auch mal so Spiele und geh zum SV.“ Manche sind natürlich extremer. Aber die sind eher die Ausnahme.

Und wie war es am Sonntag? Ich war wieder hier in Neheim. Der Tag hat mich mal so richtig fertiggemacht. Müde, ein Kopf wie ein Rathaus, in jeder Ecke ne Sitzung. Darum bin ich früh ins Bett. Ich schlafe tief und fest als VUVUZELAS, T(H)RILLERPFEIFEN UND AUTOHUPEN mich aus dem Schlaf reißen.

Fuck!!

Deutschland hat nicht gespielt! Warum schon wieder Terror? Das ganze dauerte bis 1 Uhr nachts. EIN UHR! EINE STUNDE NACH MITTERNACHT! Vielen dank. Wieder ein Tag im Arsch. Ich bin müde und total am Boden. Ich Schlepp mich jetzt erstmal zur Arbeit. Wir werden den Tag schon irgendwie rumkriegen. Und der große Trost: Ich hab jetzt erstmal 2 Jahre Schonfrist bis die EM losgeht. In dieser Zeit kann ich mir ja was überlegen.

Viele Styroporplatten als Lärmdämmung, eine Klimaanlage, ein Generator, ein paar Kaffepflanzen, größere Wasservorräte, ein Räumschild mit Killernieten für den Omega und mein Jahresurlaub. Mehr sollte ich nicht brauchen.

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Samstag, 3. Juli 2010
Höllische Nächte
Das war ne Nacht. Um 23 Uhr war ich tief und fest am Pennen. Die Ausstellung gestern und die Hitze haben mir den Rest gegeben. Dann plötzlich wache ich auf. Ich sehe alles Verschwommen und kann nichts so richtig erkennen. Aber hellwach bin ich trotzdem. Langsam wird das Sichtfeld klar und aus einem roten Brei werden die lesbaren Ziffern des Radioweckers. 1:30. Lange geschlafen hab ich ja nicht gerade. Dann bemerke ich warum ich aufgewacht bin. Ich habe höllischen Durst.

Her mit der Flasche. Deckel ab. Ansetzen. Gierig schlucken. Als ich das nächste mal aufwache ist es 2 Uhr. Ich bin verwirrt. Mein Hintern und mein Rücken fühlen sich so nass an. Plötzlich das Knistern einer leeren Volvicflasche als ich die Bettdecke zur Seite schiebe. War die nicht voll? Verdammt, ich bin beim Trinken eingeschlafen und nun ist die Matratze nass. Wenigstens ist es nur Wasser. Ich schlafe wieder ein. In den nächsten zwei Stunden träume ich kuriose Dinge. Ich träume davon auf dem Teppich zu schlafen. Meine Matratze liegt auf einem großen Toaster und trocknet. Doch auch der Teppich fühlt sich nass an. Dann öffne ich ein Menü und lösche alle nassen Gegenstände um sie durch trockene aus dem Onlinemöbelmarkt zu ersetzen. Doch auch diese sind nass.

Ich werde von SCHLAAAAAND schreienden Weibern geweckt. 5:00. Sie sind hier irgendwo auf der Straße und rufen immer wieder „Schlaaaand“ und „Jooooohoooochen ist der gröööößte“. Keine Ahnung wer Jochen ist. Doch ich wünsche ihm nichts gutes. Das Drama dauert 10 Minuten. Ich ziehe mich immer weiter in den oberen Bereich meiner Matratze zurück. Die Beine seitlich herunterhängend.

Als ich dann um 7 Aufwache liege ich wie eine Katze zusammengerollt am Fußende der Matratze. Die Decke als Kissen. Ein bisschen picksig ist es hier unten, weil wohl Krümel an meinen Füßen hafteten als ich zu Bett ging. Aber es ist trocken. Ich bleibe ein Weilchen so liegen und entschließe mich den Tag zu beginnen. Der dürfte aufgrund der Temperaturen aber recht Ereignislos sein.

Ich hab mir vorgenommen rauszugehen wenn es Gewittert. Dann werde ich auf eine angenehme Art nass.

Und euch allen viel Spaß beim Fußballgucken. Schland und so...

Und noch was zur Unterhaltung:

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Mittwoch, 30. Juni 2010
Schmelz
Sagt mal. Geht es euch auch so das ihr Tagsüber voller Ideen steckt und am Feierabend nur noch einen leeren Kopf habt? Ich müsste mich nach der Maloche an sich für den nächsten Tag vorbereiten. Das macht mir sogar Spaß. Spiele raussuchen, organisieren etc. Aber wenn ich zuhause bin schaffe ich das nicht. Da ist mein Hirn tot und der Körper schlapp. Nix mit Kreativität.

Darum kann ich auch nix anderes machen. Schreiben, malen, und so weiter. Alles fällt raus und ich lass meinen Kadaver einfach nur in die Federn oder vor den Rechner fallen. Es kommt natürlich auch auf das Wetter an. Wenn normales Wetter ist, das bedeutet Temperaturen von -10 bis + 20 C°, bin ich nach der Arbeit noch einigermaßen fit und in der Lage produktiv zu handeln. Aber über 20C°? Da gehen mir die Akkus aus. Bin halt kein Kaltblüter.

Im Moment mache ich alles für die Arbeit vor der selbigen. Also Morgens. Ich finde das wirklich traurig und für den Lebenskomfort ist das auch nicht zuträglich. Mein befinden ist einfach besser, wenn ich die Gewissheit habe etwas Produktives getan zu haben – in meiner Freizeit. Da jenes nun nicht geht, fühle ich mich auch dementsprechend. Ich hab alleine für den Blog so viele Ideen aber wenn ich versuche mich daranzusetzen kommt nur Schmu dabei rum. Naja. Wollen wir hoffen das es bald wieder Kälter wird oder wenigstens Regnet. Wir sind hier in Mitteleuropa. Was ist aus den guten alten verregneten Sommern geworden?

Um das noch Klarzustellen: Ich finde Sonne auch super. Aber es ist wie mit allen dingen auf der Welt. Im Überfluss oder im Extrem sind sie Kontraproduktiv.

Das einzig Positive was diese Stimmung mit mir anstellt ist folgendes: Ich habe festgestellt das mir die WM sowas von egal ist, das sie mich nicht mal mehr nervt. Außer Vuvuzelas. Ich glaube dafür müsste man tot sein um nicht genervt zu sein. Und das bin ich nit! Das ist doch mal was... *freu*

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Mittwoch, 23. Juni 2010
RIIIIIIIIIIIIING
Ich habe schon wieder einen Stalker. Inzwischen hatte ich drei an der Zahl. Drei verzweifelte Frauen mit ner ordentlichen Meise unterm Pony. Briefe, Telefonanrufe, Bitten, Betteln - bis hin zur offen ausgetragenen Aggression. Inzwischen ist die letzte so geartete Aktion 3 oder 4 Jahre her. Ich hatte schon vergessen wie das ist. Bis vor ein paar Monaten alles wieder von vorne anfing.

Doch der Reihe nach. Ich kannte den Stalker noch nicht. Gut, ich hatte den Namen schon gehört, aber das war es dann auch. Dann die ersten Briefe. Sehr nett, aber auch sehr sehr eindeutig was die Absichten anging. Ich hätte den Brief einfach in den Müll geworfen und alles vergessen. Doch dann wurde aus einem Brief zwei und aus zwei wurden zwanzig und so weiter. Meist stand in den Briefen der immer gleiche Text. In der Regel öffnete ich sie nicht mal mehr.

Dann begann Abschnitt Nr. 2: Doppelter Terror durch Briefe und Telefonanrufe. Die Anrufe konnte ich nie annehmen. Sie fanden immer zu Zeiten statt an denen ich nicht im Haus war. Erst fand ich das gut, so musste ich mich nicht mit meinem Quälgeist herumschlagen. Es blinkte nur immer das Telefon wenn ich nach hause kam. Doch auch das nervte irgendwann. Um Klarheit zu schaffen betätigte ich die Rückruftaste. Doch am anderen Ende nahm nie jemand ab. Damit ich nicht selbst zum Stalker wurde versuchte ich es nur wenige Male und fand mich dann damit ab. Bis Gestern.

Gestern (und auch heute) liege ich mit Halsentzündung, Reizhusten und Mittelohrentzündung im Bett. Naja, ich bin zumindest zuhause. Das Gute: Meine Aktion mit dem Medikamentencocktail hat mich nicht umgebracht. Aber ich nehme nun Antibiotika. Anti ist immer gut. Und so war auch meine Stimmung gestern. Richtig anti. Ich schaute eine DVD als das Telefon klingelte. Oder Besser DIE Telefone. Ich hab ja son olles Grünes mit Wählscheibe aus den 60ern und ein Tragbares. Das Grüne zerreißt einem schon in gesundem Zustand das Trommelfell. So hab ich mich gestern mal so richtig erschrocken. Ich schau aufs Display des Tragbaren und denke mir „Oh nein, die Ziffern kennst du doch“. Allen Mut zusammengenommen und auf die grüne Taste gedrückt:

MSO - Ja?
Stalker > Hallo hier ist Unitimedia – ihr Kabelanbieter.
- Ich weiß. Ich kenne ihre Nummer.
> Oh, das ist ja schön.
- Denken sie mal nach. Was bedeutet das wohl wenn ich von einer Werbehotline die Nummer auswendig kann? Abgesehen davon: Von „Ihr Kabelanbieter“ kann keine Rede sein. Ich habe nie etwas unterschrieben.
> Das ist richtig. Wir verwalten aber ihren Kabelanschluss. Und sie haben die Möglichkeit diesen zu nutzen. So wird ein Schuh daraus.
- Den ich aber nicht nutze. Und was für ein Schuh?
> Wie schauen sie denn dann Fernseh.
- Ich schaue kein Fern.
> Ahaaa. Wir haben auch Internet und Telefon...
- … im Angebot. Ich habe ihre Briefe gelesen. Kein Interesse.
> Nagut, das ist schade.
- Aber ein Anliegen habe ich doch: Bitte unterlassen sie ihre ständigen Anrufe und dieses penetrante Bombardement durch die B52 der deutschen Post.
> Bitte was?
- SIE SOLLEN MIR KEINE BRIEFE MEHR SCHICKEN!
> Es tut mir leid. Das ist nicht mein Fachgebiet.
- Schreiben sie es sich auf und leiten sie es weiter. MySpaceOpfer, sesshaft in Neheim, A**** G**** 5 wünscht weder Post noch Anrufe.
> *agressiv – vermutlich weil sie das schon öfter gehört hat* Ich werde jetzt das Gespräch beenden.

*KLACK*

Das ist ja mal was. Noch nie, egal wie sehr ich die armen Telefonsklaven beleidigt und getriezt habe, hat einer die Eier besessen aufzulegen. Na schön. In der Regel bin ich sogar nett zu denen. Denn eines steht fest: Deren Seelen sind schon gestraft genug durch die andauernden, stupiden Telefonate. Da muss nicht noch jemand kommen und die zur Sau machen. Das ist wie sich beim Tankwart über die Benzinpreise zu beschweren. Aber es ging nicht anders. Ich war hilflos, und das der einzige Weg mir endlich mal Luft zu machen. Und das die Frau nen bayrischen Dialekt hatte, wenn auch nur ganz leicht, hat es nicht gerade dazu beigetragen mich zurückzunehmen.

Es gibt nun zwei Optionen: Entweder die Frau hat einen Haken hinter meinen Namen gemacht und Ruft nicht mehr an (die Post wird wohl weiterhin kommen) oder sie hetzt mir jetzt die Vertreter auf den Hals. Für den Fall muss ich mir dringend ne Fackel und ne Mistgabel besorgen.

Und eines steht fest. Egal ob es die drei Mädels waren, die mich mal stalkten, oder nun eine Firma welche vom Teufel persönlich ins Branchenbuch eingetragen wurde. Von der Penetranz tut sich das nicht viel. Wenigstens ist von Unitimedias Seite aus nicht mit körperlicher Gewalt zu rechnen. So, und nun Igel ich mich wieder ein. In mein schönes warmes Bett.







RIIIIIIIIIIIIING

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Montag, 21. Juni 2010
Doping
Doping für die Haare? Das reicht nicht. Ich musste heute von Meppen nach Neheim fahren. Das Problem bei der Sache: Ich bin krank. Und zwar so richtig. Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Das Schlimmste ist der Husten. Da kann ich mich bis zum Übergeben reinsteigern. Und das ist im Auto ja nun nicht so optimal. Es ist sogar so schlimm, dass ich vorübergehend nicht rauche.

Darum mal folgende Einkaufsliste:

Zunächst natürlich

Hustenstiller.

Das verursacht allerdings Müdigkeit. Auch nicht ideal zum Autofahren. Also noch schnell

3 Dosen von etwas das Flügel verleiht,

Koffeeintabletten wären mir dann doch zu hart. Von dem Gesöff bekomme ich aber Sodbrennen. Also noch

Bullrichsalz.

Und dann für zuhause

Hustenlöser.

Vom Husten verkrampft sich aber alles. Also noch

Schmerztabletten.

So, das müsste es gewesen sein. Meine Leber schreit zwar nach Hilfe aber ich bin lebendig angekommen. Morgen geh ich vor der Arbeit noch schnell zur Dialyse. Aber nur wenn der Rest auch tut. Sonst gönn ich meinem Körper evtl. doch einen Tag ruhe – ganz ohne Drogen...

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