Montag, 15. August 2011
Myspaceopfer unter neuen Namen und neuer Adresse

Ist MySpaceOpfers Welt des Schreckens tot? Ja. Und doch auch wieder nicht. Es geht weiter unter neuem Namen, neuer Adresse und neuem Layout. Dieser Blog hat mich lange Jahre begleitet. Doch da ich vermehrt mit Layoutproblemen zu kämpfen hatte und schlussendlich nicht mal mehr Blogseinträge posten konnte habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Es geht weiter mit bekannt bescheuerten Beiträgen aus den Windungen meines Hirns. Nur unter dieser Adresse:

http://meinschlaraffenland.wordpress.com

Also haut rein und bleibt mir treu. In meinem Schlaraffenland auf Wordpress.

 













































































































ENDE

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Donnerstag, 9. Juni 2011
Garten Eden
Nimmt sie nun zu oder ab, die Gewalt? Man weiß ja gar nicht mehr, was man noch glauben soll. Erstens wird einem durch die Medien vermittelt, dass die Gewalt auf deutschen Straßen, Bahnstationen und Schulhöfen steigt. An sich gibt es täglich einen Bericht. Gleichzeitig gibt es Studien, die besagen, dass die Jugendgewalt sinkt. Eine andere Studie sagt, sie steigt. In einer wieder anderen wird davon gesprochen, dass Deutsche die Haupttäter sind. Darum muss es ja auch eine geben, welche den Migranten die Schuld in die Schuhe schiebt. Dass Linksextreme laut Medienberichten inzwischen so brandgefährlich wie die RAF sind, kommt noch dazu. Dass auch rechte Gewalttaten steigen, ebenfalls.

Uiuiuiui! Was soll man da denn noch glauben? Da kann man ja nichtmal einen gescheiten Mittelwert ziehen. Oder doch?

Rechnen wir mal nach. Hmmm. Wenn man 50 Studien nimmt, die eine Gewaltsteigerung feststellen, und 50, die das Gegenteil im Fazit stehen haben. Dann wieder 50, die sagen, die Ausländer sind schuld, und wieder 50, die besagen, die Deutschen sind schuld. Das multipliziert man mit dem subjektiven Faktor „Medienberichterstattung X“ und zieht die Querwurzel der Realität aus Y so bekommt man... *Grübel*

… Null heraus.

„Auf die Fresse“ ist so was von oldschool, dass es schon fast lächerlich ist.

Mein Vater berichtete mir aus den 70ern: Damals herrschte ein Krieg zwischen Haren und Meppen. Wenn man mit seiner Moffa falsch unterwegs war, bekam man Kloppe. Damals herrschten zusätzlich Territorialkämpfe zwischen Meppenern. Fuhr man von der Neustadt aus nach Esterfeld, auch „Blutacker“ genannt, bekam man – na was wohl? KLOPPE! In der Schule ebenso. Auf dem Schulhof – von den Bullys, dann im Klassenraum – vom Lehrer.

Da mischten sich ganze Banden auf. Und jetzt ziehen wir mal einen Faden in die Gegenwart. Ausländer kloppen sich um ihren Territorialanspruch mit Deutschen, welche das auch machen. Dann sinnlose Ausbrüche der Gewalt. Ein Mann wird am Bahnsteig zu Tode geprügelt. Gab es zu meiner Jugend auch. Da wurde man in der Diskothek krankenhausreif geschlagen, weil man – hm. Weil man einfach da war. Ist mir, Gott sei Dank, nie passiert. Naja. Auf die Fresse hab ich oft bekommen, weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war. Aber ich musste, Gott sei es gedankt, nie in die Klinik. Am schwersten war immer das Ego verletzt.

Ich will hier nichts bagatellisieren oder gutheißen. Ich fand es immer schon scheiße, wenn man seinen Frust in Form von Gewalt an anderen auslässt. Und jemanden so zu vermöbeln, gar mit Waffen zu drangsalieren, dass er nie wieder der gleiche ist – oder gar tot - dazu muss ich ja wohl nichts ausführen. Ehrlich gesagt fehlen mir dazu die Worte. Da geht man mal hin und schlägt jemanden bewusstlos. Dann kommt ein „DU, DU, DU! Das machst du aber nicht noch einmal.“ Und gut is. Manchmal gibt es dann Haftstrafen, die geradezu lächerlich erscheinen. Oder Therapien bzw. (im Vorfeld, welches keines ist, denn der Samen der Gewalt wurde bereits gesät) Präventionskampagnen.

Ihr merkt, man kann es nicht richtig machen. Ob Strafe durch den Kadi oder Folter durch Sozialpädagogen. Nichts hilft. Es steckt in uns drin. Genauso wie die Tatsache, dass wir Menschen nicht glücklich sein können, aber immerzu danach streben, steckt die Gewalt in uns. Einige fressen sie in sich hinein. Einige sind weniger empfänglich für Aggressionen, andere leben sie offen aus. Aber der Mensch ist und bleibt eine verdammte Bestie. Da wird sich auch nichts in Utopia dran ändern. Heute habe ich auf der Arbeit, dank eines Kommentars von einem kleinen Jungen, mit meiner Kollegin eine Diskussion geführt, in der es darum ging, im Himmel glücklich zu sein. Ich habe gesagt: Über kurz oder lang wird der Himmel zur Hölle. Wenn man alles hat, langweilt man sich und wird unzufrieden. Er müsste schon wie eine Droge wirken, welche bestimmte Seelenareale abtötet, damit das nicht so wäre. Wer weiß, evtl. sind wir ja noch im Garten Eden, haben ihn aber dank unserer Menschlichkeit und unserem Hang zur Gewalt in die Hölle verwandelt?

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Freitag, 29. April 2011
Ansonsten geht es einem ganz neutral.
Das Leben. Ein ewiges Auf und Ab. Streckenweise geht es einem gut und man ist, metaphorisch gesprochen, auf einem Berg (aus positiven Gefühlen). Ein wahrhaftiger Höhenflug sozusagen. Manchmal aber befindet man sich im Jammertal. Das ist kein Ort im Sauerland, auch wenn der Gedanke naheliegt, sondern das Tal der Tränen, in dem es einem wirklich scheiße geht.

Naja. Wie auch immer. Ich habe zum Glück meine Wurzeln nicht vergessen. Ich bin Emsländer. Nicht mit Leib und Seele. Jedoch seelisch. Dort ist es bekanntlich topfeben. Und so geht’s mir meistens. Weder schlecht noch gut.
Das ist doch gut - mag man jetzt sagen. Nein, ist es nicht. Auf die Frage „Wie geht’s dir?“ „Mir geht’s neutral“ zu antworten ist schon etwas eigenartig. Zum Glück meint kaum einer, was er sagt, wenn er diese elende Floskel „Wie geht es dir“ verwendet. Man kann also hemmungslos lügen und behaupten, was man will.

Das ich mich meistens im emotionalen Emsland befinde, bedeutet aber noch lange nicht, dass ich gefühlskalt bin. Im Gegenteil. Ich bin genauso schnell sauer wie fröhlich. Stimmt auch nicht. Wenn ich ehrlich bin, ist der Weg von Sauer nach Fröhlich beschwerlicher als andersherum. Logisch. Geht ja BERGAUF.

Oh man. Diese ständigen Vergleiche sind echt bescheuert. Warum schreibe ich diesen Quatsch überhaupt? Achja. Ich musste gerade an Sköldpadda denken. Wir beide waren neulich endlich mal wieder zusammen unterwegs. Es ging über Ostern in die nicht so ferne Ferne: Braunschweig. Fragt mich nicht, warum wir ausgerechnet in Braunschweig waren. Das Hotel war aber super. Und die Stadt auch nicht übel. Das Beste war, dass ich mit Sköldpadda da war.

Die Anreise hingegen war an sich total daneben. Ich fahre ja ohnehin nicht gerne Autobahn. Und wenn man das über Ostern macht, ist der Stau vorprogrammiert. Also wäre die Raststätte Jammertal naheliegend gewesen. Wir hatten trotz allem relativen Spaß. Wir saßen in meinem geliebten Ommi, hörten Bob Marley und auf der Heckscheibe stand Folgendes:



Außerdem freuten wir uns auf die gemeinsame Zeit. Ich weiß immer noch nicht, was ich mit all dem sagen will. Aber mal ehrlich: Besser Emsländer als Sauerländer. Hier gibt’s nur Berg und Tal. Im Norden kann man zur Not wenigstens in den Kanal springen oder auf den Kühlturm des AKW Lingen klettern. Ansonsten geht es einem ganz neutral.

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Mittwoch, 20. April 2011
MSO auf heiliger Mission (Teil 2)
WOW. Das dürfte der späteste TC Rückblick ever sein. Das gibt einem auch ganz andere Perspektiven. Es betrug sich aber zu einer Zeit...

Die Vorfreude hielt sich kaum in Grenzen. Ich hatte zwar noch eine inzwischen gut abgeklungene Erkrankung in den Knochen, als ich den Ommi auf die A40 Richtung Essen steuerte, aber die Schmetterlinge im Bauch hatten damit nichts zu tun. Wie sieht der fertige Stand aus? Wie sind die Leute? Wie reagieren die Besucher? Auf dem Stand angekommen war ich erstmal platt. Ich musste zunächst eine Pause einlegen, damit ich das alles raffen konnte. KLE hatte absichtlich noch keine Bilder ins Netz gesetzt. Darum wusste ich bis zur Destination gar nicht, wie das alles wirkte. Monsterbacke parkte seinen Hotwheelsbus auf dem Stand. KLE seinen VW Passat Pirat, Wrecks for ever seinen zombietastischen Polo und Caddy Rat seinen zum Panelwagon umgebauten VW Caddy.



Doch wie waren die Leute? Durchweg super. Es gab keinen Stress über all die Tage. Und das, obwohl ich durch meine Schusseligkeit mehrfach die Kinostühle sabotierte oder anderes Unheil verursachte. Der Stand entwickelte sich zum Anziehungspunkt für andere Aussteller, die sich gerne bei uns auf einen Schnack, ein Käffchen oder Bierchen niederließen. Viele Besucher, Presseleute und Forenuser ließen sich blicken und blieben auch länger als nur 5 Minuten. Man knüpfte Kontakte, laberte Quatsch und hatte Spaß. Ich hätte ehrlich nicht gedacht das man so schnell da rein kommt. Man hört immer von verschworenen Klübchen die keine Außenseiter zulassen. Aber es war ganz anders. Zum Glück!

Und dann die Besucher: Man ist auf die Messe gefahren mit der Vorstellung, dass man vermutlich provoziert und polarisiert. Das haben wir mit Sicherheit. Aber trotzdem waren wir auch Sympathieträger. Besonders Frauen und Kinder, aber auch männliche Autoverrückte bewunderten unseren skurrilen Messestand. Und bei vielen huschte auch mehr als ein Lächeln über die Lippen. Natürlich gab es die Nietenzähler, welche bei KLEs Pirat genug zu tun hatten (schätzungsweise 2000 echte Nieten sind darin verballert) und auch die eine oder andere dumme Frage wurde gestellt. Damit hat man aber gerechnet.

Ein Highlight war die Live-Fusselaktion von Wrecks for ever am Samstag. Einfach mal stumpf die eben noch am Grabbeltisch erstandenen Spiegel an die Karre knallen.



Ebenfalls am Samstag war ich in der Jury der Clubstandsbewertung. Der erste Platz erhielt 2250 Neumark. Leider waren wir das nicht. Hat sich trotzdem gelohnt. Bei dem Rundgang hatte ich ausführlich Gelegenheit, mit anderen Clubs zu Quasseln und konnte gratis auf die ansonsten sündhaft teure Messegastronomie zurückgreifen.

Ich könnte hier noch 100 Anekdoten auftischen. Aber ganz ehrlich? Dafür reicht der Platz nicht aus. Ergänzend kann ich euch diesen Messebericht vom KLE ans Herz legen. Da wird sich einiges doppeln, es lohnt sich aber trotzdem.

Vielen Dank an alle, die teilgenommen haben. Es war super mit euch!

Hier die Links zum KLE:

Seine Highlights

Sein Messebericht

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Mittwoch, 6. April 2011
Rückblick auf die TC - Teil 1: Vorarbeiten
Im Fusselforum habe ich eine schöne Kommune gefunden. Lauter Leute, welche die Welt der Autos mit ähnlichen Augen sehen wie ich. Keine Markennazis, Originalfetischisten und Nietenzähler. Eine Truppe von kreativen, verrückten und teilweise respektlosen Autoanarchisten. Umso begeisterter war ich, als letztes Jahr die Idee aufkam, einen Messestand für die Techno Classica in Essen zu machen. Eine der größten Oldtimermessen der Welt. Dort ist alles, was teuer, edel und angesagt ist. Was würde also besser passen als ein Stand zum Thema Lowbudget-Tuning und Restaurieren von Oldtimern? Ohne Respekt vor dem Original. Dafür mit Zwiebelleder Geldbörse.

Richtig. Ein Fusselforum-Stand. Ich muss kurz ausholen:

KLE und Monsterbacke, die Begründer des Fusseltunings (DFT), hatten schon Pionierarbeit geleistet. Sie hielten es seit 2004 im Keller der Messe aus. Mit dem DFT-Stand. Dieses Jahr ergab sich dank der beiden und ihren Connections zu einigen VW-Clubs aber die Möglichkeit aufzusteigen - in eine weitaus attraktivere Halle. Die einzige Einschränkung: Wir hatten nun offiziell einen VW-Stand und konnten demzufolge nur VW ausstellen. Scheiß drauf! Im Nachhinein zeigte sich, dass die anderen VW-Stände größtenteils ebenfalls von positiv Bekloppten bevölkert wurden. Dazu aber später mehr.

Nun hatten wir offiziell einen Fusseltuning/Fusselforum-Gemeinschaftsstand. Jetzt galt es diesen zu füllen. Jeder durfte seinen VW zur Wahl stellen. Demokratisch stimmten wir ab, wer es denn nun sein sollte. Das Thema erarbeiteten wir gemeinsam. Wir wollten selbstverständlich das Forum präsentieren. Diashow? Steckbriefe? Neee. Eine Monitorwand, auf der eine Präsentation der Userfahrzeuge lief, machte das Rennen. So konnten wir zeigen, dass wir kein VW-Forum sind, sondern Markenoffen.

Hier der Teaser:


Die Organisation der Präsentation nahm ich in die Hand, während verschiedene User, wie Caddy Rat den Kabelsalat-Twintower bauten. Jambo schnorrte Monitore zusammen, KLE schoss ein paar für nen Euro in der Bucht. Fusseltuning halt. Wrecks for ever besorgte Teppiche für umsonst und auch andere User halfen. Manche beim Aufbau durch Menpower oder durch Besorgungen von Kleinvieh. Monsterbacke, seines Zeichens Sattler, stellte eine geniale Komposition aus ehemaligen und nun gepimpten Kinosesseln. So kehrte auch Gemütlichkeit bei uns ein. Aus einem alten Überseekoffer und Nockenwellen entstand ein Terminal, mit dem die Besucher auf das Forum zurückgreifen konnten. Insgesamt ist die Logistik zu umfangreich, um alle Arbeiten hier in diesem Text würdigen zu können.

Nun war es letzte Woche soweit. Montag begann der Aufbau. Ab Donnerstag war ich als Messestandbetreuer dabei. Und von den Erlebnissen werde ich im nächsten Teil berichten.

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Dienstag, 5. April 2011
Kuscheltransformer
Warum müssen alle Frauen, die geworfen haben, ihre Kinder ins Netz stellen? So ziemlich alle sozialen Netzwerke sind betroffen, genau wie ICQ. Klar. Man ist stolz auf sein Kind. Und glücklich ist man bestimmt auch. Kann ich verstehen. Wenn ich eins hätte, wäre ich auch stolz.

Aber Kinder sind Menschen. Das sind keine Autos, Katzen oder was man sonst noch so liebhaben kann. Kinder sind unmündige Menschen, die unseren Schutz brauchen. Das erreicht man nicht gerade, indem man Badebilder vom Zögling der ganzen Welt zeigt.

Ich bin auch etwas schlunzig, was meine Person und Datenschutz angeht. Aber das bin ich. Ich bin volljährig. Ich kann entscheiden, was ich von mir preisgebe.

Und es ist sicher nicht verwerflich, wenn man auf seinem Profil ein Bild von sich und seinem Kind zeigt. Das ist total in Ordnung. Aber was da einige Mütter so treiben ist geradezu absurd.

Da werden alle Informationen zum Neugeborenen ins Netz gestellt. Fröhlich jeder Furz von Kevin Jason getwittert. Öffentlich gemacht, in welche Kita das Kind geht, wie schwer es ist, wie groß es ist und so weiter. Es wundert mich, dass bei Twitter, Buschfunk und ICQ keine GPS-Daten über die Bewegungen des Kindes gepostet werden. Naja. Im Prinzip ist das ja auch nicht nötig. Die Nachrichten sehen ja wie folgt aus:

10:00
Bin zuhause. Wickel gerade Kevin Jason. Der hat Flitzkacke. Voll IIIHHH!

10:04
Gehe jetzt Schuhe kaufen. Ich lasse die Schule heute ausfallen. Kevin Jason bringe ich solange zur Oma. Oma, wenn du das liest: Ich hab ne neue Handynummer. Sie lautet 0123/456789.
HDGDL

12:13
Hab neue Schuhe und ein neues Transformer-Kuschelmonster für Kevin Jason. Das ist voll toll. Die Augen leuchten rot. Ich leg es gleich in sein Bettchen.

15:00
Kevin Jason hatte heute einen furchtbaren Mittagsschlafi. Dabei hab ich immer wieder auf den Bauchi seines neuen Kuscheltransformi gedrückt, damit die Augis leuchten. Trotzdem hat er immerzu geheult.
Meine neuen Schuhe klackern übrigens total toll. Ich hab sie den ganzen Nachmittag eingelaufen.

16:22
Ich bin mit Kevin Jason bei seinem Erzeuger. Ich hasse ihn. Aber das darf ich meinen Jungen nicht spüren lassen.

16:23
Kevin Jason hat immer noch Flitzekacke. Ich hab seinen Erzeuger zum Wickeln geschickt. Hihihi

Und so weiter. Aber sowas kann man Eltern ja nicht sagen. Wenn es um eigene Kinder geht, sind die meisten total beratungsresistent. Es sei denn, man ist autorisiert. Aber nur so als Tipp: Das Netz vergisst nichts. Wenn ihr später mal Nacktfotos von euch als 5jährige im Netz findet... Nun ja. Überlegt, was ihr davon halten würdet.

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Freitag, 25. März 2011
Brüderle komm tanz mit mir
1.
Brüderle, komm, tanz mit mir,
deine Meinung lass' ich dir,
einmal hin, einmal her,
rundherum, das ist nicht schwer.

2.
Mit der Presse, klipp, klipp, klapp,
mit den Bossen, tripp, tripp, trapp,
einmal hin, einmal her,
rundherum, das ist nicht schwer.

3.
Hast kein Köpfchen nick, nick, nick,
dich verplappert, tick, tick, tick,
einmal hin, einmal her,
rundherum, das ist nicht schwer.

4.
Ei, das hast du gut gemacht,
ei, das hätt' ich nicht gedacht.
hast nun keine Freunde mehr,
Brüderle, du armer Kerl.

5.
Noch einmal das schöne Spiel,
weil es dir so gut gefiel,
einmal hin, einmal her,
rundherum, das ist nicht schwer.

Wenigstens einer der zugibt, wenn auch unfreiwillig, dass wir von der Politik dauernd abgerippt werden!

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Donnerstag, 24. März 2011
Scheiß auf Moral?


Da ist es wieder. Das Dilemma mit der Moral. Piratenpartei, Internetuser, Menschenrechtler und so weiter wehrten sich einst gegen die Zensur im deutschen Internet. Zja. Soweit auch ganz richtig. Wer will hier schon Verhältnisse wie sie in China? Ich nicht. Trotzdem gibt es gefährliche Internetseiten.

Ob es nun Kinderpornos sind oder Seiten wie „iShareGossip“, in denen Schüler von anderen Schülern runter geputzt werden. Das sind Seiten die gesperrt gehören. Die man in Deutschland nicht erreichen dürfte. Wäre da nicht das Ding mit der Zensur. Wo fängt sie an? Wo hört sie auf?

Im Falle von „iShareGossip“ stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Völlig anonym kann man dort gegen Mitmenschen hetzen. Kann Bilder hochladen. Kann dort Leben zerstören. Wir erinnern uns: Die Pubertät war ein Arschloch. Nicht bei jedem von uns. Doch bei vielen. Damals ging es ganz Oldschool zu. Man wurde direkt gemobbt und verprügelt. Das blieb aber meistens in der Schule. Oder dem Umfeld. Zumindest im Stadtteil. Außerdem konnte man seinen Peinigern ins Gesicht sehen. Und gezielt ihre Bremsschläuche durchschneiden. Oder Jahre später feststellen, dass das Leben dafür sorgte, dass die Ärsche von damals heute totale Loser sind und man selber etwas erreicht hat.

Eins steht fest: Mobber waren immer schon feige. Nur stark in der Gruppe. Das sorgt dafür, dass man nicht einen bestimmten im Visier hat, sondern eine Klasse oder „Gang“. In der Welt 2.0 geht das alles so schön anonym. Kein einloggen, kein Augenkontakt. Nichts. Man kann einfach drauf los schlagen. Und die Opfer? Die genießen keinerlei Schutz.

Jetzt mal ne Frage am Rande. Das deutsche Internet ist doch bereits Zensiert. Wenn man zum Beispiel bei Youtube bestimmte Bands sehen will geht das nicht. Warum geht das nicht bei Seiten auf denen Menschen zum vergnügen anderer leiden müssen? Ach ja. Das sind ja wirtschaftliche Interessen gegen moralische. Sorry. Hab ich vergessen.

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Samstag, 19. März 2011
Wie soll man das denn verstehen?


Wie soll man das denn verstehen?

„In Deutschland müssten bei einem Super-GAU die Kraftwerksbetreiber nur einen kleinen Teil der Schäden tragen. Das macht die Kernkraft für die Konzerne so lukrativ“, steht dort vordergründig.

Das den Atombetreibern alles in den Arsch geschoben wird ist ja logisch. Die machen ja auch gute Lobbyarbeit. Und im Falle einiger Konzerne befinden sich ja auch viele Aktien bei Ländern und Politikern. Die würden sich ja ins eigene Fleisch schneiden. Doch wer haftet denn dann? Die Antwort gibt es auch schon:

„Wirtschaft - Hartz IV“ steht bei den Tags. Aaaaahaaa! Na das macht Sinn. Finanziell können die Hartzis ja nicht haften. Aber mit Leib und Leben. Dann werden anscheinend zur Katastrophenbewältigung Heerscharen von Hartz-Empfängern in das Betreffende AKW geschickt. Denen zieht man Bleijacken an und zwingt sie – für einen Euro die Stunde – einen menschlichen Schild zu bilden, um die Radioaktivität im havarierten Kraftwerk zu halten. Da wir ja genug davon haben, arbeiten die dann im Schichtbetrieb, um die Verstrahlung des Einzelnen gering zu halten. Und wenn die dann trotzdem draufgehen gibt es eine kleine Prämie für die Familie. Ein Gutschein für Zigaretten und Schnaps zum Beispiel.

So spart man auf die Dauer sogar Geld. Die Kadaver mit Bleijäckchen lässt man einfach liegen. So entwickelt sich binnen kürzester Zeit ein Sarkophag, der die Strahlung dauerhaft einsperrt. Außerdem entlastet das die öffentlichen Kassen, denn man muss ja weniger Arbeitslosenunterstützung zahlen. Auf diese Weise sinkt binnen eines Jahres die Arbeitslosenquote auf 0% . Da bleibt uns nur noch zu hoffen, dass es eine Höllenmaschine im Osten trifft. Dort sind dann vom unmittelbaren „Störfall“ nur wenige Erwerbstätige betroffen und man sitzt direkt an den Hartzquelle.

Ich fühle mich sicher. Wie man sieht haben Konzerne und Politik vorgesorgt.

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Samstag, 12. März 2011
Great Atomic Power


Die örtlich begrenzte Apokalypse. Die muss es schon oft in der Menschheitsgeschichte gegeben haben. Wie die Bibel zeigt. Die Plagen? Die Sintflut? Alles alte Hüte. Denn all diese Geschichten tauchen unter anderem in griechischen Sagen auf, die viel älter sind als die Bibel. Das beweist nicht, dass diese Dinge tatsächlich stattfanden. Aber oft steckt ja ein wahrer Kern hinter all dem. Angenommen ein Seebeben im Mittelmeerraum hätte einen Tsunami ausgelöst. Schon hat man ne Sintflut. Da für die Menschen Europas damals die Welt etwas kleiner war – sie war immerhin eine Scheibe – kam das einem Weltuntergang gleich, bei dem es sich lohnte ihn im Kollektivbewusstsein zu speichern.

Genauso ist Japan gerade ein Prototyp für die Apokalypse. Mehr noch als Haiti. Zumindest was die westliche Welt angeht. Zunächst ein Beben. Dann die Feuer. Im Anschluss die endgültige Zerstörung durch Wasser. Fehlt nur noch ein Sturm und alle Elemente sind vertreten. Kommt Zeit kommt Rat. Der „Sturm“ kommt dann in Form radioaktiver Verseuchung – getragen vom Wind. Krankheit, Plagen, Mutationen.

Zum Glück kann sowas in Deutschland nicht passieren. Wir haben ja sichere Atomkraftwerke. Ähhm. Und die Japaner? Die Sind nicht dumm! Deren Bauvorschriften sind wesentlich strenger als die hiesigen. Denn die Japaner leben seit Jahr und Tag mit Erdbeben. Also haben sie ihre Architektur darauf ausgerichtet. Was aber – genau wie im Falle der berühmten Titanic – sie nicht davor schützte, dass Naturgewalten uns Menschen zeigen wie klein und unbedeutend wird im Vergleich sind.

Was soll schon passieren? Hier gibt es ja kaum Erdbeben. Und wenn, dann sind es nur gaaaanz kleine. Also können wir unsere alten Atommeiler ruhig bis in alle Ewigkeit laufen lassen. Atomenergie verursacht ja immerhin kein CO2.

Nur mal ne frage ganz am Ende: Wer sagt denn, dass es ein beben sein muss welches ein AKW in Schutt und Asche legt?

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