Brief an die Leser
Liebe Leser,

Turbulente Wochen liegen hinter mir. Neben der Arbeit Schulprojekte vorbereiten, eine Spritztour an die Nordsee, jeden Tag das Abenteuer Kindergarten und viel mehr. Die Kita ist auch der Grund für meine Abwesenheit. Da ich den Anspruch habe mein bestes auf der Arbeit zu leisten, falle ich meistens bereits um 22 Uhr in die Federn. Um 6 Dann wieder raus. Die verbliebene Freizeit nutze ich dann zum Filmegucken, Lesen, oder um mich mit Freunden zu treffen. Ganz spießig. Das Leben als Schüler ist vorerst vorbei. Und ich bin (noch) nicht traurig darum. Im Gegenteil.

Ich könnte euch so viele geniale Geschichten von der Arbeit berichten, aber leider darf ich das nicht. Datenschutz lässt grüßen. Einiges würde wirklich den Ekelfaktor sprengen, und meine Berührungsangst gegenüber jeglichen Körperflüssigkeiten tendiert inzwischen gegen null. Dass man einmal die Woche angebrochen wird oder den kompletten Gruppenraum bzw. Teile des Außengeländes von Kot säubern darf sei da mal als Beispiel erwähnt. Demgegenüber stehen Fortschrite seitens der Kinder, die einen in Staunen versetzen. Spielen ist Arbeit. Ganz eindeutig. Die Natur hat das ganze wirklich klug angelegt. Während ich mir manchmal Wissen einprügeln muss, lernen meine Schützlinge im Spiel. In kürzester Zeit beginnt die sabbernde Brabbelmaschine erste Wörter auszusprechen, statt meinen Ärmel vollzulüllen und kann mich inzwischen sogar beschimpfen (ummnopp - Dummkopf). Plötzlich kann ein Kind die Schleife, ein anderes beginnt seinen Namen zu Schreiben, während andere vom Wackelturm zum stabilen Gebäude beim Bauklötzestapeln wechseln. Manchmal treiben mich die Kleinen aber auch an den Rand des Wahnsinns. Ich werde mir mal für die besonders unterhaltsamen Anekdoten einen Weg einfallen lassen, um sie Datenschutz unbedenklich online stellen zu können. Bis dahin müsst ihr mir verzeihen, dass mir manchmal schlicht die Zeit oder die Energie fehlt um euch mit neustem Unsinn versorgen zu können.

Bis dahin
Euer Myspaceopfer

Kommentieren



 
Filmegucken, Lesen und Freunde treffen. Haben wir früher denn was anderes gemacht?

... link  


... comment
 
"(...) meine Berührungsangst gegenüber jeglichen Körperflüssigkeiten tendiert inzwischen gegen null."
...das erinnert mich derbe an meinen Zivildienst!

... link  


... comment
 
Wenn Du die Namen anonymisierst und die Geschichten ein wenig änderst (was bisweilen ja auch der Erzählung gut tut), sollte das doch eigentlich gehen. Ich bin gespannt.

... link  


... comment